Die Kur hat begonnen

Es ist nun schon Tag 3 der Kur (Anreise nicht mitgezählt) und endlich komme ich dazu, hier etwas zu schreiben.

Die Anreise war lang, für die rund 850 km habe ich mit Pausen runde 10 Stunden gebraucht. Ich habe die Pausen nicht so gelegt, wie ich sie in der ursprünglichen Reiseplanung gedacht hatte, sondern so, wie ich sie brauchte. Und auch deutlich kürzer gemacht.

Nach dem Einchecken in die Klinik gab es eine erste kurze Einführung in das Haus mit Rundgang und Vortrag, was uns hier erwartet. Immerhin sind etwa 50 Männer in diesem Durchgang.

Mein Zimmer hat einen herrlichen Blick auf das Watzmann-Massiv. Ich kann von meinem kleinen Balkon jeden Wetterwechsel um den Gipfel sehr gut beobachten. Grade dort oben auf dem Massiv schlägt das Wetter schnell um. (Nein ich war nicht dort oben.) Der Gipfel ist gut zusehen und vor klarem blauen Himmel, ich drehe mich um und bis 3 Minuten weg, schaue wieder hin und der halbe Berg ist in Wolken und Nebel verschwunden, um wenige Augenblicken wieder aufzutauchen.

Nachts ist der Anblick auf sehr entspannend, wenn der Mond über den Gipfel zieht.

Die ersten Tage war stark von Kursen, Therapien und Einweisungen geprägt, so dass relativ wenig Zeit für Ausflüge geblieben ist. Dafür ist ab heute Mittag in meinem Plan nichts mehr gewesen.

Einen ersten kurzen Trip habe ich nach Berchtesgaden gemacht. Leider muss ich feststellen, dass der Ort für mein Empfinden stark von Touristen überlaufen ist und dadurch wenig „Platz“ zum Fotografieren ist. Ja, ich bin im weitesten Sinne auch ein Tourist in dem Augenblick.

Ich werde jetzt den Tag ausklicken lassen und mich zur Ruhe legen.